
Ein MINI ist ein MINI ist ein MINI.
Diese Formulierung funktioniert deshalb so gut, weil die Wiederholung gleichzeitig banal, hypnotisch, philosophisch und leicht absurd wirkt. Fast wie moderne Kunst insgesamt. Die Originalzeile stammt von der amerikanischen Schriftstellerin Gertrude Stein aus dem Gedicht „Sacred Emily“ (1913) und lautet „A rose is a rose is a rose.“

Rund 45 Jahre später wirbelte die Suezkrise die Weltwirtschaft durcheinander und sorgte für eine globale Energie- und Wirtschaftskrise. In den Fünfzigern waren viele Autos noch große, chrombeladene, leistungsstarke Statussymbole. 1959 war der MINI von Designer Alec Issigonis der Gegenentwurf. Er war klein, effizient, knuddelig und sympathisch. Kurze Zeit später begann der MINI auch noch große Autos zu schlagen. Zum Beispiel mit Siegen bei der Rallye Monte Carlo 1964, 1965 und 1967. Das war David gegen Goliath in reinster Form.

Menschen lieben solche Geschichten Der Mini wurde dadurch rebellisch, frech, cool und ein Verkaufsschlager. Er wurde zum Symbol für das moderne urbane Leben und ein Teil der zeitgenössischen Kultur. Alle vier Beatles hatten MINIs, George Harrison soll sogar 850 (!) besessen haben. Das Model Twiggy posierte regelmäßig in einem MINI. Der Kinofilm „The Italian Job“ (1969) mit Michael Caine als Hauptdarsteller wurde zum Hit und auch das Remake (2003) war erfolgreich. Warum ist der MINI so zeitlos und liebenswert? So, wie der VW Käfer, Fiat 500, Porsche 911 oder die Citroën DS?

Man erkennt ihn sofort. Auch als Kind. Auch nur als Silhouette aus den Augenwinkeln. Er ist unverwechselbar wie eine Leica-Kamera, die Vespa oder der Eames Chair. Und vor allem: Immer noch zeigen viele kleine Details, dass er sich nie komplett ernst nimmt. Zum Beispiel durch das Pizza-Zentraldisplay, den Always-Open-Timer oder nach wie vor durch das „knuffige“ Gesicht. So ist und bleibt er ein intelligenter kleiner Freigeist mit Stil. Auch mit Stoffdach.


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