
Fünf Generationen vom stärksten Stier aus Sant´Agata Bolognese gibt es bisher – Countach, Diablo, Murcielago, Aventador und den Revuelto. Und was hat das mit „Ocean’s 11“ (Deutscher Titel: „Frankie und seine Spießgesellen“, 1960) und dem fünfköpfigen Rat Pack aus Frank Sinatra, Dean Martin, Sammy Davis Jr., Joey Bishop und Peter Lawford zu tun? Nun, der Vorvorgänger des Revuelto, der Murcielago stammt ebenso wie das „Ocean´s 11“-Remake mit Brad Pitt, George Clooney, Matt Damon, Andy Garcia und Elliott Gould aus dem Jahr 2001. Dann kam im Jahr 2011 der Aventador mit bis zu 780 PS und 2023 der Revuelto. Wäre der etwa etwas für Brad Pitt oder George Clooney? Oder doch eher für Batman? Eher Batmann, denn es gibt Autos, die fahren. Und es gibt Autos, die erscheinen. Der Lamborghini Revuelto gehört zur zweiten Kategorie. Er steht nicht auf dem Parkplatz. Er materialisiert sich.

Keilförmig, scharf geschnitten, als habe jemand einen Gedanken aus Carbon gefräst und ihn mit 1.015 PS bestückt. Der Revuelto ist ein V12, flankiert von drei Elektromotoren. Hybride Vernunft trifft auf das archaische Gotham-Design von Mitja Borkert. Man drückt den Startknopf und der Motor klingt nicht wie ein Aggregat, sondern wie eine Entscheidung. Gotham hätte damit einen Sound, der zum sonst lautlosen Rächer passt. Die Beschleunigung? 2,5 Sekunden auf hundert. Das ist kein Wert. Das ist ein Ortswechsel.


Man tritt aufs Pedal, und die Welt rückt zurück, als habe sie verstanden, dass sie hier Statist ist. Das Design wirkt, als habe Bruce Wayne persönlich die Linien mit einem Lineal aus Nacht gezogen. Flächen, die kein Licht reflektieren, sondern es kontrollieren. Innen ist er Kommandozentrale. Man sitzt tief, verschmilzt mit dem Gefährt. Nichts ist dekorativ. Alles hat eine Funktion.

Der Revuelto ist kein Auto für Selfies. Er ist ein Fahrzeug für Nachtfahrten, für Tunnel, für dieses kurze, dramatische Echo, wenn der V12-Schall gegen Beton knallt. Jede Kreuzung wird zur Bühne wird.

Die ersten Kundenfahrzeuge wurden im letzten Quartal 2023 ausgeliefert. Schon bei der Präsentation war der Supersportwagen bis 2025 ausverkauft. Nun muss man bis Ende 2027 warten, um mehr als 500.000.-€ für den V12-Verbrenner plus drei E-Motoren einzutauschen.

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