
Seit dem Miata 1989 verkaufte sich der MX-5 weltweit fast 1,3 Millionen Mal.
Kaum ein zweisitziges Cabriolet wurde über Jahrzehnte so konsequent geliebt wie der Mazda MX-5. Seit seiner Premiere gilt der kleine Roadster weltweit als eine Art automobile Gegenbewegung zur Eskalation der Moderne. Während Sportwagen immer schwerer, komplexer und aggressiver wurden, blieb der MX-5 erstaunlich einfach: Leicht. Kompakt. Heckantrieb. Handschaltung. Stoffdach. Zwei Sitze. Fertig. Und genau diese radikale Einfachheit macht ihn zur Ikone.

Hinter dem Konzept steckt die japanische Jinba Ittai-Philosophie, die Pferd und Reiter als Einheit betrachtet. Übertragen auf den Mazda MX-5 bedeutet dies, dass Fahrer und Maschine eine direkte Verbindung eingehen, der Roadster begeistert durch perfekte Ausgewogenheit, Agilität und Leichtigkeit. Eine Kombination aus direkter Lenkung, geringem Gewicht, ausgewogener Balance, spielerischem Handling und mechanischer Ehrlichkeit.

Schon 1995 wurde der MX-5 im New York Museum of Modern Art ausgestellt. Eine Kreidezeichnung war die Keimzelle für die Entwicklung des erfolgreichsten Roadsters aller Zeiten. Auf einer Tafel fassten der Publizist Bob Hall und Kenichi Yamamoto, damals Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung bei Mazda, im Februar 1979 das Ergebnis eines Brainstormings zusammen.


Yamamoto wollte von Hall wissen, welches unkonventionelle Projekt Mazda künftig angehen sollte. Für Hall war klar, dass der Roadster auf ein Revival wartete. Fünf Jahre später wurde Yamamoto Präsident der Mazda Motor Corporation und die Entwicklung des MX-5 kam in Fahrt. Mazda Designstudios aus Japan und Kalifornien reichten Entwürfe ein, darunter auch ein Zweisitzer mit Frontmotor und Frontantrieb sowie ein Mittelmotor-Entwurf, aber die Entscheidung in Car-Clinics und Abstimmungen (zu den Juroren zählte Bob Hall, der inzwischen in der Mazda Entwicklung arbeitete) fiel auf ein in Kalifornien entworfenes Roadster-Konzept mit Front-Mittelmotor und Hinterradantrieb.

Seitdem begeistert der MX-4 bis zur aktuellen vierten Generation. Er ist nach wie vor klein, leicht und extrem agil. Der Mazda-Roadster erzeugt Begeisterung nicht über Status, Leistung, Exklusivität oder Technologie-Overkill, sondern über Fahrspaß. Der MX-5 war nie das vernünftigste Auto. Nie das praktischste. Nie das schnellste. Aber er vermittelt etwas, das viele moderne Fahrzeuge verloren haben: Leichtigkeit. Und zwar nicht nur physisch, sondern auch emotional. Der offene 1.100 Kilo-Flitzer nimmt sich selbst nie zu wichtig und will einfach Spaß machen.

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